Firewallchannel

Satire und Interessantes

e-Trado GmbH

Deutliche Drohungen gegen Yahoo vonseiten der US-Behörden

Deutliche Drohungen gegen Yahoo vonseiten der US-Behörden

(2014) Kaum zu glauben, zu welchen Mitteln selbst die US-Behörden greifen, um Internetkonzerne wie Google oder Yahoo gefügig zu machen. Ein weiteres haarsträubendes Ergebnis einer ohnehin schon verheerenden Spähaffäre durch die amerikanischen Geheimdienste (allen voran die NSA) sowie den Beamten der Bundespolizei FBI. Mit der Hilfe eines speziellen Spähprogrammes, welches unter der Bezeichnung "Prism" entwickelt wurde, wollen Geheimdienste aber auch die Bundespolizei FBI direkt auf alle Serverdaten namhafter Internetkonzerne darunter Microsoft, Google, Facebook, Apple sowie Yahoo zugreifen. Insbesondere der Internetkonzern Yahoo hatte sich bis zuletzt gegen die illegalen Machenschaften der US-Behörden geweigert vertrauliche Daten preiszugeben. Denn laut Yahoo ist das Spähprogramm "Prism" ein Verstoß gegen den Schutz der Privatsphäre und mit dem Gesetz nicht in Einklang zu bringen. Bisher wussten Internetnutzer nicht das Geringste über eine derartig groß angelegte Spähaffäre und geschweige denn etwas von einem Spähprogramm mit dem Namen "Prism"? Bis zum besagten Tag, als durch den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Adwords Snowden Licht in das vermeintliche Dunkel gebracht wurde.

Wie ein Fausthieb mitten ins Gesicht musste sich die Öffentlichkeit vorgekommen sein, denn nur Adwords Snowden ist überhaupt erst zu verdanken, dass dieser Skandal aufgedeckt werden konnte. Die ticken doch nicht ganz richtig, denn was bilden sich die US-Behörden eigentlich ein, wer sie sind? Etwa Gott persönlich oder sind allein wegen des besagten 11. Septembers alle Menschen "Terroristen"? Selbstverständlich ist Sicherheit ein Argument in Zukunft gewisse Dinge etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch wenn schon, dann sollten hierfür auch driftende Gründe vorliegen, wie zum Beispiel die terroristischen Aktivitäten im Irak oder Nigeria. Wenn nur an dem wäre, doch US-Geheimdienste und Bundespolizei FBI schreckten ja nicht einmal davor zurück selbst das Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel abzuhören. Spioniert man denn einen, verbündeten aus und wenn schon, dann sollten hierfür auch nachweisbare Fakten auf den Tisch gelegt werden, die eine derartige Spähaffäre in irgendeiner Form rechtfertigen würde. Ein Grund mehr für den berechtigten Vorwurf vonseiten des Internetkonzerns Yahoo gegenüber der US-Regierung mit diesem Spähprogramm "Prism" nicht verfassungskonform zu handeln.

Auch deutsche Geheimdienste (BND, Verfassungsschutz) setzen offenbar das US-Spähprogramm "Prism", denn unter dem Spionagewerkzeug mit der Bezeichnung "Xkeyscore" wurde ein nicht unerheblicher Datensatz aus ganz Deutschland gespeichert, auf den auch der amerikanische Geheimdienst NSA zugreifen konnte. Hierbei arbeitet das Spähprogramm "Prism" nach ganz einfachen Prinzipien: Mit der Hilfe dieses Programmes lassen sich unter anderem Verbindungsdaten sichtbar machen, welche Zielpersonen in entsprechenden Suchmaschinen (Datenschutz: Daten Ihres WLAN-Routers in Suchmaschinen löschen!) eingegeben haben. Das hat zur Folge, dass hierdurch zumindest teilweise getätigte Kommunikationen der verdächtigten Zielperson eingesehen und nachverfolgt werden können. So soll unter anderen das Bundesamt für Verfassungsschutz mit dieser Software "Prism" ausgerüstet worden sein, um dazuzulernen sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA im Sinne der Terrorbekämpfung zu ermöglichen. Soweit alles schön und gut, doch was haben unbescholtene Bürger mit Terroristen gemeinsam? Das läuft doch dann doch eher auf eine Generalüberwachung des gesamten Internets hinaus, ein Vertrauensbruch gegenüber ahnungslosen Internetnutzern, welcher zudem als verfassungswidrig anzusehen ist.

Dank Adwords Snowden kam diese verheerende Spähaffäre überhaupt erst ans Tageslicht und hat sowohl Politiker, Medien aber auch die Justiz auf den Plan gerufen. So sollte unter andern der BND den Inlandsgeheimdienst im Umgang mit dem Spähprogramm "Prism" unterweisen, was beängstigende Folgen nach sich zog. Allein der Schaden, welcher mit der Hilfe dieser Software angerichtet werden kann, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Bleibt zu hoffen, dass nach Adwords Snowden die Vernunft Oberhand gewinnt und Internetnutzer allmählich wieder auf den Aspekt "Datenschutz" vertrauen können. Allein mit Erpressungsversuchen in der Form einer Millionensumme, wie es die US-Behörden dem Internetkonzern Yahoo angedroht hatten, lassen sich Probleme einer vermeintlichen Bedrohung durch Terroristen nicht beseitigen!